Um diese Frage soll es im ersten Blogbeitrag nach Silvester gehen.
Euch allen aber erst einmal ein frohes neues Jahr - ich hoffe, ihr seid gut reingekommen.
Dieses Jahr - das muss man deutlich sagen - birgt gewaltigen Sprengstoff.
Nicht nur aufgrund der globalen Lage, welche durch teils unklare Allianzen, das dringend erforderliche Handeln Europas für seine eigene Sicherheit und von sich selbst maßlos überzeugte Männer in Peking, Washington, Moskau und Pjöngjang voraussichtlich extrem angespannt bleiben wird und weshalb die Bundeswehr spürbare Fortschritte bei der Erhöhung ihrer Verteidigungsfähigkeit vorweisen muss.
Die "Koalition der Willigen" (unter anderem Frankreich, Großbritannien, Kanada, Deutschland) wird weiterhin gefordert sein, der Ukraine mit allen Möglichkeiten zur Seite zu stehen - auch nach einem Frieden, auf den sich weder das ukrainische Volk noch der Rest Europas vollumfänglich verlassen können. Zumindest nicht, solange Russland von einem brutalen Diktator regiert wird.
Im asiatischen Raum werden die Spannungen durch Xi Jingpings feuchte Träume der Annexion Taiwans weiter zunehmen, während die USA ihre Aufmerksamkeit von Europa in Richtung Peking lenken.
Wie sich Indien und andere aufstrebende Mächte positionieren werden ist eine Frage, die starken Einfluss auf die regelbasierte Ordnung haben wird.
Ihr seht also: Die Weltbühne wird nicht uninteressanter.
Auch innenpolitisch stehen wir vor massiven Herausforderungen und Angriffen auf unsere demokratischen Werte.
Insgesamt stehen fünf Wahlen auf Landesebene bevor:
Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz machen im März den Anfang, bevor Sachsen-Anhalt, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern im September nachziehen.
In zwei Bundesländern steht die AfD laut Umfragen derzeit bei ca. 40% (Sachsen-Anhalt) und ca. 38% (Mecklenburg-Vorpommern).
In Baden-Württemberg steht die rechtsextreme Partei mit dem Weidel-Vertrauten Markus Frohnmaier als Spitzenkandidat bei ca. 20% und wäre damit zweitstärkste Kraft.
In Rheinland-Pfalz wäre sie mit ca. 19% aktuell "nur" drittstärkste Kraft.
Berlin würde mit nach letztem Stand ca. 16% den letzten Platz der Landtagswahlen bilden.
Die rechtsextreme Szene reibt sich bereits die Hände - schließlich kommt man dem Ziel, in einem der Bundesländer den ersten Ministerpräsidenten zu stellen, bedrohlich nahe (wie verflochten die AfD mit dem rechtsextremen Vorfeld ist habe ich hier angeschnitten).